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Länderinfos zu Tunesien für ihren Urlaub.
Tipp: Überlegen Sie sich gut, ob Sie wirklich eine Reise antreten ohne eine Reiseversicherung abzuschliessen.

Tunesien

Tunesien
(c) morguefile.com
Das nordafrikanische Land Tunesien ist umgeben von Algerien, Libyen und dem Mittelmeer. Es ist das nördlichste Land in Afrika und damit nur 140 Kilometer von der Insel Sizilien entfernt.

Bei einer Fläche von 163.610 km2 und einer Einwohnerzahl von 9.9 Mio. ergibt sich eine Bevölkerungsdichte von 60 Einwohner pro km2.

Das Klima beziehungsweise die Vegetation und die Landschaft von Tunesien sind abwechslungsreich: man findet bewaldete Mittelgebirge, fruchtbare Agrarzonen, 1300 km Küste, Steppengebiete in Zentraltunesien und ein mediterranes Klima im Norden des Landes. Von Nord nach Süd nehmen die Niederschläge ab, von West nach Ost kaum merklich zu.

Eingeteilt ist Tunesien in 24 Gouvernorate, deren Größe jeweils der Einwohnerzahl entspricht.

Staatsreligion in Tunesien ist der Islam, 98 % der Bevölkerung sind sunnitische Muslime. Eine weitgehend arabisierte Minderheit stellen die Berber dar.

Tunesien
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Ein Brennpunkt ist die Halbinsel Djerba, circa 1000 Juden leben dort. Auf Djerba steht auch die älteste Synagoge des Judentums – jährlich findet hier die größte jüdische Wallfahrt Nordafrikas statt.

Die Meinungsfreiheit im Land Tunesien wird als eingeschränkt eingestuft. Bereits Kritik am Präsidenten im Internet kann zu langen Haftstrafen führen.

Wirtschaftlich nimmt Tunesien in Nordaftika beziehungsweise im Maghreb eine ausgesprochene Spitzenposition ein und ist darum bemüht, zur Industrienation aufzusteigen. Derweil hat Tunesien den Status eines Schwellenlandes.

Unter europäischen Touristen wird Tunesien immer beliebter, besonders die Küstenorte Sousse, Hammamet und Port El-Kantaoui. Weitere touristische Anziehungspunkte sind archäologische Fundstellen, wie zum Beispiel die alte Stadt Karthago, oder die beeindruckende Landschaft der Wüste Sahara.

Ribat von Sousse Tunesien
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Der wichtigste Wirtschaftszweig in Tunesien ist jedoch der Dienstleistungssektor mit 37 % Anteil am Bruttoinlandsprodukt, während der Tourismus nur etwas mehr als 7 % einnimmt. 50 % des Landes werden landwirtschaftlich genutzt. Besonders der fruchtbare Norden dient dem Obst-, Gemüse- und Getreideanbau, im Inland herrschen Dattelpalmen und Olivenhaine vor.

Bevor die Phönizier Handelskolonien an der Küste Tunesiens errichteten, war das Land von Berbern besiedelt. Die größte und wichtigste Kolonie wurde bald Karthago, das seine Macht immer weiter steigern konnte, bis es im 15. Jahrhundert den gesamten westlichen Mittelmeerraum beherrschte.

Die Macht Karthagos fand sein Ende im Dritten Punischen Krieg und fiel damit an das Römische Reich. Nach dem Niedergang der römischen Macht fiel es an das Vandalenreich, wurde aber dann von den Byzantinern erobert.

Im 7. Jahrhundert dann kam der Islam vom Osten aus über das Land – Tunesien wurde wichtiges Reichszentrum, unter anderem der Fatamiden.

Im 16. Jahrhundert versuchten die Spanier die Herrschaft in Tunesien an sich zu reißen, wurden aber von den Osmanen, die die Oberherrschaft im Lande hatten, und den Korsaren vertrieben.

1881 wurde Tunesien zum französischen Protektorat erklärt und wurde im zweiten Weltkrieg Schauplatz heftigster Gefechte.

Tunesien
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1956 wurde es als unabhängig ausgerufen, 1957 die Republik proklamiert. Heute ist Tunesien, zusammen mit dem Libanon, das am westlichsten orientierte Land.

1961 zogen die allerletzten französischen Truppen ab, Tunesien verwaltete sich fortan selbst und eigenständig. Mit der Staatsgründung verbunden war ebenso das Frauenwahlrecht, die Trennung zwischen Staat und Kirche und die Gewaltenteilung. Französische Staats- und Verwaltungsstrukturen wurden übernommen.

So ist bis heute, natürlich neben Arabisch, Französisch die Amtssprache. Es besteht eine Assoziationsabkommen zwischen Tunesien und der Europäischen Union. Das eine Sicherung der Grundrechte für die Bevölkerung gewährleistet und 2008 in Kraft treten soll.

Die Partei, die noch heute das politische Leben der Menschen in Tunesien bestimmt, war für lange Zeit auch die einzig erlaubte Partei im Einparteiensystem des Landes. Der Präsident wird jeweils auf fünf Jahre gewählt, von ihm werden Gouverneure und regionale Verwalter ernannt. Gewähl wiederum werden Bürgermeister und Stadträte.

Vor allem in politischen Fällen entscheidet die eigentlich als relativ unabhängig geltende Justizgewalt zu Gunsten der Regierung. Sie lässt sich von der Exekutive stark beeinflussen. Das Militärwesen ist eher schwach und hauptsächlich mit der Überwachung der Grenzen beschäftigt, bei einem Überfall des Landes, würde Frankreich, dank eines Abkommens, zu Hilfe kommen.

Vielen Islamisten sind die westlich orientierte Politik und die Touristenscharen ein ständiger Dorn im Auge. Tunesien ist deswegen in den letzten Jahren immer wieder Schauplatz blutiger Anschläge gewesen, unter anderem auf der Insel Djerba.



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