Spanien
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Der südwesteuropäische Staat Spanien ist umgeben von
Portugal, Andorra,
Frankreich und Gibraltar, sowie dem Mittelmeer im Osten und dem Atlantik im Westen. Der Name Spanien kommt vom lateinischen Wort Hispania.
Bei einer Fläche von 504.782 km2 und einer Einwohnerzahl von 43,2 Mio. ergibt sich eine Bevölkerungsdichte von 80 Einwohnern pro km2.
Nach der Hauptstadt Madrid sind die wichtigsten oder größten Städte Barcelona, Valencia, Sevilla, Zaragoza, Malaga, Murcia, Las Palmas de Gran Canaria, Palma de Mallorca und Bilbao.
Administrativ ist Spanien in siebzehn autonome Regionen, die Comundidades Autónomas, und zwei autonome Städte gegliedert. Die Regionen sind mit den deutschen Bundesländern vergleichbar. Um die Autonomie gewisser Regionen gibt es teilweise erbitterte und blutige Kämpfe, wie etwa um das Baskenland. Auch Katalonien strebt politische Unabhängigkeit an.
Spanien nimmt circa sechs Siebtel der Iberischen Halbinsel ein, es ist Europas drittgrößtes Land. Zu Spanien gehören außerdem die Islas Chafarinas, Alboran, La Gomera, die Islas Columbertes, die Kanaren, die Balearen und Alhucemas, sowie die Städte Melilla und Ceuta, die in Marokko liegen.
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Die Vegetation Spaniens lässt sich in drei Bereiche untergliedern: das trockene Spanien, mit seinen charakteristischen Kork- und Steineichenwäldern und Pinienbäumen, die gebirgigen Gebiete mit Eichen, Wiesen, Kastanien und teilweise Tundra, und der feuchte Teil Spaniens mit seinen üppigen Eichen und Buchen.
Es existieren mehrere Sprachen nebeneinander in Spanien: die Amtssprache ist Spanisch und in den jeweiligen autonomen Regionen Galicisch, Baskisch und Katalanisch. Daneben bestehen jedoch zahlreiche weitere Sprachen wie Mallorquin oder Valencianisch, in der Extremadura wird bis heute noch teilweise portugiesisch gesprochen.
92 % der Bewohner sind römisch-katholisch, nur 0,3 % sind Protestanten. Hinzu kommen 0,5 % Muslime, Juden, Konfessionslose und Andersgläubige machen zusätzliche 7,2 % der Bevölkerung aus.
Das Bruttoinlandsprodukt von Spanien setzt sich zusammen aus 3 % landwirtschaftliche Erträge, zu 66 % aus dem Dienstleistungssektor und zu 30 % aus dem industriellen Bereich. Ganze 36 % der Landesfläche werden landwirtschaftlich genutzt , angebaut werden vor allem Reis und Weizen, Weintrauben, Oliven, Gemüse, Zitrusfrüchte, außerdem Fleisch-, Fisch- und Milchprodukte.
Das Straßennetz Spaniens ist gut ausgebaut und beinahe überall befestigt, es gibt Nationalstraßen, die gebührenfreien autovías und die gebührenpflichtigen autopistas. Als Fortbewegungsmittel weniger beliebt ist das Fahrrad, es dient zu allererst dem sportlichen Zwecke.
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Weder sind Fahrradfahrer im Verkehrsleben besser gestellt, wie das zum Beispiel in Deutschland der Fall ist, noch findet man in Spanien zusammenhängende Radwege. Längere Radwege findet man nur in den typischsten Touristenregionen.
Dafür ist das Busnetz in Spanien ausgezeichnet und vergleichsweise sehr billig. Es verbindet sowohl die kleinen Städte und Dörfer, ebenso bestehen überregionale und auch internationale Linien und Verbindungen. Außerdem hat Spanien eine Reihe von großen und beachtlichen Seehäfen, darunter Barcelona, Gijón, Bilbao, Santa Cruz de Tenerife und Valencia.
Nach dem Fußball sind die beliebtesten Sportarten in Spanien Basketball, Volleyball und Handball, zunehmender Beliebtheit erfreut sich auch Rugby, der Motorsport, vor allem Formel 1, Radsport, Tennis und Golf. Was jedoch nicht als Sportart gilt, sondern von seinen Anhängern als Kunst bezeichnet wird, ist der in Spanien traditionelle Stierkampf. Von vielen Tierschützern wird der Stierkampf abgelehnt.
In Spanien haben regionale Zeitungen und vor allem täglich erscheinende Sportzeitungen eine große Bedeutung. Wichtige überregionale Zeitungen sind zum Beispiel El Mundo, La Razón und La Vanguardia. Die beiden staatlichen bzw. öffentlichen Sender in Spanien sind TVE 1 und TVE 2.
Die ursprüngliche indigene Bevölkerung sind die Kelten und die Iberer, nach dessen Stamm auch der Name der Iberischen Halbinsel herrührt. Im Verlaufe des 11. Jahrhunderts begannen die Phönizier, das heutige Spanien zu besiedeln und Kolonien zu gründen, darunter das berühmte Cádiz.
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Was Spaniens Gesicht noch heute formt, ist die zeitweise maurische Vorherrschaft, die sich besonders in Architektur, Literatur und Sprache niedergeschlagen hat.
Doch die muslimische Vorherrschaft währt nicht lange, die Iberische Halbinsel wird christianisiert und die Mauren nach Afrika zurückgedrängt, auch Reconquisita genannt.
Im ausgehenden Mittelalter erhebt sich Spanien zu einer Seefahrer und Handelsgroßmacht, Kolonien auf der ganzen Welt werden gegründet, um das Staatsgebiet zu vergrößern und das Christentum zu verbreiten, mit der Entdeckung Amerikas durch Christoph Columbus, der unter spanischer Flagge segelte, wird das gesamte Weltbild von damals aus den Angeln gehoben.
Seit 1978 ist Spanien eine parlamentarische Monarchie, seit 1986 in der Europäischen Union, seit 2002 ist die offizielle Währung des Landes der Euro.
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