Portugal
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Portugal, beziehungsweise die Portugiesische Republik, liegt auf der Iberischen Halbinsel und ist umgeben vom Atlantik und von dem Land Spanien. Zum Staatsgebiet von Portugal gehören außerdem die Insel Madeira und die Azoren.
Bei einer Fläche von 92.345 km2 und einer Einwohnerzahl von 10.5 Mio. besteht eine Bevölkerungsdichte von ca. 112 Einwohner pro km2.
Der Norden von Portugal ist beherrscht von relativ kühlem und feuchtem Klima und ist aus diesem Grund üppig bewaldet, er wird deswegen auch „Grüner Garten Portugals“ genannt. Aus dieser Gegend stammt der berühmte Portwein.
Der Nordosten Portugals ist sehr gebirgig – die Winter und auch die Sommer fallen hier relativ extrem aus. Die Vegetation ist um einiges weniger üppig als im Norden des Landes.
Mittelportugal ist ein ausgesprochen fruchtbarer Landstrich und besteht zum größten Teil aus Weiden, Wiesen und Wald, das Klima ist perfekt für den Weinanbau, der in dieser Region bis auf die Römerzeit zurückgeht.
Der Süden von Portugal ist trocken und heiß, die Landschaft leicht hügelig bis eben. Typisch für die Region sind riesige Weizenfelder oder Olivenhaine.
Der Name Portugal entstand aus dem Namen einer Siedlung Namens Cale am Rio Douro. Später wurde diese Siedlung ein wichtiger Hafen, Portus Cale. Im Mittelalter verkürzte man auf Portucale bzw. Portugale. Die Siedlung Portus Cale ist heute die zweitwichtigste Stadt im Land und sieht sich stolz als Namensgeber der Nation: Porto.
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Nach der Hauptstadt Lissabon mit ca. 517.000 Einwohnern sind die wichtigsten und größten Städte des Landes Porto, Amadora, Braga, Setúbal, Coimbra, Queluz und Funchal.
Die verwaltungstechnische Gliederung des eigentlich kleinen Portugals ist relativ komplex: Es bestehen fünf Regionen, achtzehn Distrikte, 28 Unterregionen und zwei autonome Regionen. Diese Gliederung ist wenig effektiv und ziemlich teuer, es werden derweil über Reformen in der Administration nachgedacht.
Im Jahre 2000 vor Christus wanderten die Iberer vermutlich von Nordafrika ein. Ab 1200 v. Chr. werden Kolonien von den Phöniziern, später von den Griechen gegründet. 600 vor Christus wandern Keltenstämme ein, die sich nach und nach mit den Iberern vermischen.
Mit dem Zweiten Punische Krieg fällt Portugal an die Römer, die das Land als die Provinz Lusitania verwalten. Im Jahre 711 fallen die Mauren in das Gebiet des heutigen Porugals ein, das Land wird Teil des Kalifats von Cordoba.
Mit dem Gotenkönig Pelagius wurden ab dem Jahr 722 die Mauren aus Portugal vertrieben, das Christentum erhielt Einzug.
Als eigenständige Grafschaft gründet sich Portugal bereits im 11. Jahrhundert, die die Burgunder bis ins ausgehenden 14. Jahrhundert beherrschen, danach regiert die Avis Dynastie.
Unter den Avis Königen kommt es zu einer wirtschaftlichen, kulturellen und finanziellen Blütezeit: Portugiesische Kolonien in Afrika, Indien, Brasilien, Arabien und China entstehen, das Land wird zur reichsten Nation Europas.
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1580 stirbt die Linie der Avis aus, Portugal fällt an Spanien und wird zur spanischen Provinz, verliert seine Unabhängigkeit und Teile seiner Kolonien. 1640 kommt es zum Aufstand, Herzog von Braganza ruft sich zum König aus und gründet damit die vorletzte portugiesische Dynastie. Durch politische und wirtschaftliche Abkommen und Verträge gerät das Land immer mehr in Abhängigkeit von England.
1807 rücken französische Truppen unter der Führung Napoleons in Portugal ein, werden aber mit Hilfe von englischen Truppen vertrieben.
1821 erhält das Land Portugal seine erste Verfassung, es entstehen Kämpfe zwischen Anhängern des Absolutismus und der konstitutionellen Monarchie.
Am 7. September 1822 ist Portugal unabhängig.
1891 erfolgt der Staatsbankrott als Folge von wirtschaftlicher und politischer Stagnation, der letzte König Portugals, Karl I., kommt bei einem Attentat ums Leben. Daraufhin wird im Jahre 1910 die Republik ausgerufen.
1619 tritt Portugal, an der Seite der Entente, in den Ersten Weltkrieg ein und verliert 7000 Soldaten. Die Zeit wird als die sogenannte Erste Republik angesehen, die von politischen Unruhen und Aufständen, wirtschaftlicher Instabilität und politischem Chaos gekennzeichnet ist. 1926 folgt ein Militärputsch, der die Zeit der Ersten Republik beendet. Doch es ist ein Zivilist, António de Oliveira Salazar, der sich zur höchsten Macht aufschwingt. Er gründet 1933 den Estado Nuevo, einen totalitären und autokratisch regierten, faschistischen Staat mit Geheimpolizei und Einparteiensystem.
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| (c) José Manuel |
Den Zweiten Weltkrieg erlebt Portugal als weitgehend neutrales Land, das den Alliierten jedoch erlaubt, Militärbasen im Land zu unterhalten. Ab 1960 beginnen die heftigen Kolonialkriege, die das Land arg in Beschlag nehmen. Salazar kann aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr antreten, sein Nachfolger jedoch leitet keinerlei Reformen ein. So verschlechtert sich die Lage Portugals zusehends – es folgt eine Zeit der außenpolitischen Isolation; Inflation und hohe Staatsverschuldung verschlimmern die Lage. Ein anfänglicher Militärputsch endet in der Nelkenrevolution, einer allgemeinen Volkserhebung. Mit dem Ende des Estado Nuevo entlässt Portugal 1974 und 75 seine Kolonien in die Unabhängigkeit.
Mit dem Wahlsieg des gemäßigten General Eanes waren die Weichen für ein demokratisches und freies Land nach westeuropäischen Gesichtspunkten gestellt. 1986 tritt Portugal in die Europäische Gemeinschaft ein.
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