Frankreich
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Der westeuropäische Staat Frankreich ist umgeben von Belgien, Luxemburg, Deutschland, der Schweiz,
Italien, Monaco,
Spanien, Andorra, dem Atlantik mit dem Ärmelkanal und dem Mittelmeer.
Bei einer Fläche von 543.965 km2 und einer Einwohnerzahl von 61,9 Mio. ergibt sich eine Bevölkerungsdichte von 110 Einwohnern pro km2.
Nach der Hauptstadt Paris sind die wichtigsten oder größten Städte Marseilles, Lyon, Toulouse, Nizza, Nantes, Straßburg, Montpellier, Lille und Bordeaux.
Administrativ unterteilt ist Frankreich in 26 Regionen, die wiederum in insgesamt 100 Départements aufgeteilt sind. Dazu gehört auch die Insel Korsika, die allerdings einen besonderen Status genießt. Weiterhin gibt es die so genannten Départementskörperschaften, Gebietskörperschaften und diverse Überseeterritorien.
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Die Landschaft von Frankreich ist hauptsächlich bestimmt durch weite Ebenen und sanfte Hügelketten. Der Rest besteht aus Gebirgen, überwiegend den Pyrenäen im Südwesten, das Zentralmassiv und die Alpen im Südosten. Der höchste Berg Frankreichs, der Montblanc mit 4.808 Metern, ist gleichzeitig der höchste Berg Europas.
Die ethnische Zusammensetzung der französischen Bevölkerung ist ausgesprochen vielschichtig: Neben Franzosen, Basken und Bretonen finden sich außerdem Italiener, einschließlich der Bewohner Korsikas, Elsässer, also Alemannen, Franken, Flamen, Araber, Katalanen, Flamen und andere ausländische Gruppen, die jedoch geringe Minderheiten ausmachen.
Die einzige Amtssprache ist ausschließlich Französisch, daneben existieren jedoch zahlreiche Minderheitensprachen, deren tatsächliche Sprecherzahl in Frankreich jedoch nicht einmal geschätzt werden kann. Dazu gehören Bretonisch, Deutsch in den Dialekten Elsässisch und Lothringisch, Baskisch, Niederfränkisch beziehungsweise Flämisch, Korsisch, Katalanisch, Italienisch, Okzitanisch und Provenzalisch. Hinzu kommen französische Dialekte, wie Poitevin-Saintongeais, Champanois, Morvandiau, Gallo, Normannisch und Picard.
In Frankreich sind Staat und Religionsgemeinschaft strikt voneinander getrennt, es ist also ein laizistischer Staat. Schätzungsweise sind 85 % der französischen Bevölkerung katholisch, 8 % muslimisch.
Hinzu kommen jüdische und protestantische Minderheiten, die insgesamt etwa 3 % der Bevölkerung ausmachen. 4 % aller Franzosen gehören gar keiner Religion an, diese Richtung hat derweil eine steigende Tendenz zu verzeichnen.
Der Staat greift verhältnismäßig oft in die französische Wirtschaft ein, was auf den historischen Status des Merkantilismus, bzw. des Colbertismus, zurückzuführen ist. So ist Frankreich heute eine gelenkte Volkswirtschaft mit zunehmender Privatisierung und Deregulierung innerhalb der letzten Jahre.
Doch noch sind die Schlüsselindustrien in den Händen des Staates, dazu gehört auch die Energiewirtschaft. Frankreich gehört zu den bedeutendsten Atomstromproduzenten der Welt, einer der Hauptabnehmer für Atomstrom ist Deutschland. Frankreich hat zur Zeit, neben Litauen den höchsten Prozentsatz an Atomstromproduktion weltweit.
Weitere wichtige Exportgüter sind Autos, pharmazeutische Produkte, Flugzeuge, Elektronik und Wein. Einen wichtigen Stellenwert hat auch der Tourismus.
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Die Erwerbstätigkeitsstruktur hat sich im Laufe der Zeit massiv verändert:
So arbeiten heute nur noch 4 % der französischen Bevölkerung in Fischerei, Land- und Forstwirtschaft, 24 % arbeiten im industriellen Sektor, während 72 % auf den Dienstleistungsbereich entfallen.
Der wichtigste Handelspartner von Frankreich ist Deutschland, 14,9 % des französischen Exportvolumens entfallen auf den deutschen Nachbarn, der wiederum mit 19,1 % am Import beteiligt ist. Die Inflationsrate beträgt ca. 2,1 %. Zu den größten französischen Unternehmen gehören Total, Carrefour, PSA Peugot Citroën, die France Télécom und Renault.
In Frankreich hat der Sprachschutz einen hohen Stellenwert und wird per Gesetz bestätigt. Französische Filme und französische Musik sind in den Medien per Quote vorgeschrieben. Staatliche oder zumindest staatlich geförderte Maßnahmen tragen zur Bildung eines nationalen kulturellen Bewusstseins bei. Große französische kulturelle Veranstaltungen spiegeln das Selbstverständnis Frankreichs als Kulturnation und Paris als Kulturmetropole wieder.
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Frankreich verfügt außerdem über ca. 30 Nationalparks, die insgesamt einer Fläche von 371.000 ha ausmachen. Die bekanntesten Nationalparks sind der Regionalpark Armorique, das Naturreservat St. Denis-du-Payre, der Pyrenäen –Nationalpark, der Nationalpark Cevennen und der Regionalpark Volcans d'Auvergne.
Nach mehr als 1200 Jahren Monarchie wurde das System durch die Französische Revolution 1789 vollkommen aus den Angeln gehoben. Eine Epoche des Umbruchs nahm ihren Lauf, in der Folgezeit wechselten sich napoleonisch-imperiale, republikanische und auch monarchistische Systeme ab. Seit der Niederlage Napoleons III. 1870 ist Frankreich endgültig eine Republik.
Frankreich war einer der Hauptgegner Deutschlands im Ersten- und Zweiten Weltkrieg. Kriegerische Auseinandersetzungen nach dem Zweiten Weltkrieg führten dazu, dass Frankreich seine Kolonien Algerien und Vietnam verliert. Derweil spielt Frankreich neben Deutschland eine tragende Rolle innerhalb der EU und dem damit einhergehenden europäischen Einigungsprozess.
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